Ein ganz normales Wochenende

08.11.2014

Ein ganz normales Wochenende

„Wo geht’s denn am Wochenende hin?“ Diese Frage stelle ich mir bereits jeden Sonntagabend, wenn ich müde und glücklich vom letzten Wochenende auf der Couch liege. Vielleicht mal wieder Surselva? Jawohl. Das Ziel vor Augen, verfliegt die Woche wie im Flug.

„Äh, Surselva? Ist das was zum Essen?“ Nein, die Surselva ist ein Gebiet in Graubünden (Schweiz), in dem der Vorderrhein entspringt, der dann zusammen mit dem Hinterrhein den Rhein bildet. Die Region ist auch bekannt für eines der größten Skigebiete der Schweiz, hat allerdings noch einiges mehr zu bieten: Mountainbiking, Wandern, Klettern, Hochtouren, Angeln, Rafting, Kajaktouren und noch vieles mehr. Mein absoluter Favorit ist und bleibt es, die Vorderrheinschlucht mit meinem Kajak zu befahren. Ausgangsort der Tour ist Ilanz, ein kleines Städtchen mitten in der Surselva. Hier lassen wir unsere Boote zu Wasser und beginnen die Fahrt durch eine der wohl spektakulärsten und atemberaubendsten Schluchten der Schweiz.

Von gemütlich bis wild

Nach einem gemütlichen Start und ruhig dahinfließendem Wasser beginnt bereits nach wenigen Kilometern die eigentliche Schlucht. Die Wände werden steiler und das Bachbett enger. Das bedeutet für uns, dass die Wellen und Walzen etwas größer werden und uns zur Abkühlung das kalte Wasser ins Gesicht spritzt. Nach den Stromschnellen können wir kurz durchatmen und haben Zeit die phantastische Landschaft mit ihren steilen Kalkwänden zu genießen, bevor wir ans Schwarze Loch gelangen.

Das Schwarze Loch

Das Schwarze Loch ist eine 300 Meter lange Schlüsselstelle im Vorderrhein, die ihren Namen von einem Loch hat, das man am linken Ufer auf Höhe des Wasserspiegels in der Felswand entdecken kann. Das Loch wurde durch unterschiedliche Strömungsverhältnisse über lange Zeit ausgewaschen. Das Schwarze Loch ist je nach Wasserstand ein spielerischer bis wuchtiger Katarakt, der uns an diesem Tag zum Cruisen um die Steine einlädt. Auf unserem weiteren Weg zum Ausstieg in Versam genießen wir den Ausblick auf die bis zu 400 Meter hohen Wände und die grünen Almen.

Am Ende winkt die Belohnung

In Versam Station angekommen, tragen wir die Kajaks zum Bahnhof. Es ist wahrscheinlich einmalig in Europa: hier können wir die Kajaks mit der Bahn mit dem „Kajak-Billet“ wieder zum Einstieg nach Ilanz mitnehmen. So ersparen wir uns die doppelten Autofahrten. Das Warten auf den Zug versüßen wir uns mit Kaffee und Kuchen – das haben wir uns verdient. Als der Zug einfährt, springen wir mit unseren Booten in den Gepäckwagen. Wieder in Ilanz angekommen geht es kurzentschlossen nochmals die Schlucht runter. Denn es heißt ja „second run, twice the fun“. Wer selber einmal die Rheinschlucht entdecken möchte, kann sich an die Kanuschule in Versam wenden, die Raft- und Funyaktouren anbietet. Es geht aber auch zu Fuß: der Wanderweg führt fast die ganze Zeit am Fluss entlang.

Susanne Spölmink

Susanne Spölmink

„Es ist ein Wahnsinns-Gefühl sich auf dem Wasser fortzubewegen und dabei die Natur aus einem anderen Blickwinkel zu sehen."

Die gebürtige Bonnerin ist praktisch im Kajak aufgewachsen und hat bereits die halbe Welt mit dem Boot bereist. Heute ist das ehemalige Kanu-Nationalteam-Mitglied am liebsten im Wildwasser unterwegs.

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